Mitte

Obmann

Guido Wolf

Konradsdorferstr. 11

63683 Ortenburg/Effolderbach

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Rekordmeldeergebnis bei der Bezirkssonderschau der Gruppe Mitte der Hessischen Kröpfer in Dorn-Assenheim

Am 25./26. November fand in Reichelsheim- Dorn-Assenheim die Bezirkssonderschau der Gruppe Mitte der Hessischen Kröpfer statt. Stattliche 116 Hessenkröpfer in 11 Farbenschlägen von 8 Ausstellern standen den beiden Preisrichtern Jürgen Blümlein und Bernd Hartmann zur Bewertung, die der Kollektion insgesamt einen hohen Zuchtstand bescheinigten. 6X vorzüglich und 9x hervorragend bei 21 „gut“ und 1x ungenügend (wegen schiefem Brustbein) zeugen von dem nach wie vor hohen Niveau der „Hessen“ in ihrem Stammland.

Die Kreisschau des KV-Wetterau unter den Gebrüdern Gäck bildeten den passenden Rahmen für die Präsentation unserer Tiere.

„Nur“ 21 Schwarze bildeten die Auftaktkollektion und überzeugten qualitativ durch wuchtige Körper, samt langgezogenen Blaswerken, fester Feder und schönem Grünglanz. Vier Jungtieren hätte man sich ein ausgereifteres Blaswerk gewünscht, ansonsten entschied hier die Tagesform am Bewertungsmorgen. V-LV-Band auf 1,0 alt für Wolf und hv auf 0,1 alt für Roginek.

Den quantitativ stärksten Farbenschlag bildeten diesmal die Weißen mit 29 Tieren von drei Ausstellern. Die Weißen überzeugten durchweg durch schöne Figuren und Blasfreude; hier und da gab es kleine Kritik hinsichtlich festerem oder geschlossenerem Kropfgefieder, kürzerer Hinterpartie und größerem Körper, sowie ausgereifteren Schwingen. V-Ehrenband auf 1,0 jung und V-SE für Ingrid Adam.

Die 12 Blauen mit schwarzen Binden von drei Züchtern waren eigentlich 13, da unter den Blaugehämmerten eine mit Binden saß, und mussten das einzige „ungenügend“ hinnehmen, obwohl die 0,1 äußerlich einen sehr vielversprechenden Eindruck machte. V-SE auf eine 0,1 alt für Wolf.

13 Blaue ohne Binden beeindruckten durch enorme Körperfülle bei typischer Figur – größentechnisch ist hier die Grenze des machbaren mindestens erreicht. Wohl bedingt durch die Größe ist auf freieren Stand, glatteres Gefieder und Augenschirme zu achten. Eine ansonsten feine Jungtäubin wurde wegen kreuzender Schwingen auf gut/92 Punkte zurück gesetzt. Ein perfekter 1,0 alt von Waas erhielt V-SE, der zudem mit hv auf 0,1 alt belohnt wurde.

Den Blaufahlen (8) wünscht man sich wirklich eine breitere Züchterbasis. Insgesamt scheint es bei den verdünnten Farbenschlägen ohnehin so zu sein, dass die Tiere (genetisch bedingt?) etwas kleiner fallen, weswegen wir hier nicht die gleichen Maßstäbe anlegen dürfen wie bei den Grundfarben. Danke hier an die amtierenden PR, die hier das nötige Fingerspitzengefühl an den Tag legten, was sicher nicht immer leicht ist. Recht ansprechend war die 0,1 alt  (hv) von Herwig, der man lediglich noch etwas mehr Körperfülle wünscht.

Immer eine Augenweide sind die Gelbfahlen (6). Warum hat dieser schöne Farbenschlag im Westen eine so schmale Züchterbasis, wo dieser Farbenschlag problemlos ihre Jungen selbst aufzieht? Die Tiere präsentierten sich zur Schaueröffnung mit viel Blasfreude und zum Teil verbesserter gelbfahler Grundfarbe. Wenngleich noch etwas mehr an den äußerlich wuchtigen Körpern gearbeitet werden muss, fehlt diesen Tieren nichts an Grundgewicht. Fast perfekt (hv) eine 0,1 alt von Roos.

Blaugehämmerte waren acht Tiere gemeldet. Die Tiere überzeugten durch kompakte, Figuren mit kurzer Hinterpartie und gleichmäßiger Hämmerung bei guter, intensiver Grundfarbe. Den Jungtieren wünschte man sich zeitweise ein ausgereifteres (mehr) Blaswerk samt Blasfreude und fertigeres Schwingengefieder. Dem Spitzentier in dieser Farbe fehlte lediglich ein noch geschlosseneres Kropfgefieder zur Höchstnote; ebenfalls ansprechend die 95-Punkte Alttäubin von Waas. Hv für Wolf auf 1,0 alt.

Seit langem einmal wieder 5 Rotfahlgehämmerte, insgesamt noch etwas unterschiedlich in Farbe, Größe und Zeichnung, aber dennoch in ansprechender Qualität. Im wahrsten Sinne des Wortes eine „Wucht“ das 1,0 Alttier von Wolf dem man lediglich farblich noch ein klein wenig  die Abstammung aus blaugehämmert

ansah, weshalb der PR hier „nur“ hv vermerken konnte. Den Gelbfahlgehämmerten (7) wünschte man, wie den anderen Verdünntfarben, wünschte man sich zumindest im Durchschnitt ebenfalls mehr Körperfülle und z.T. Offenere Hämmerung. Ein Genuss zum Zeitpunkt der Eröffnung bildete die junge 0,1 mit 95 Punkten, wenngleich der PR zum Bewerungszeitpunkt einer 0,1 alt von Roos mit 96 Punkten den Vorzug gab.

Fünf  schwarze Rieselköpfe von Horst Dielmann bildeten aus Sicht des Autors die rassigste Kollektion, weshalb hier der verdiente Lohn bei hv auf 1,0 jung und V-RP für einen Alttäuber der Lohn war – hier stimmte einfach alles, selbst die perfekte Rieselung, bei fester, lackreicher Feder, voller kurzer Hinterpartie und natürlich dem rassetypischen Blaswerk samt massiger Backsteinfigur.

Den Schluss bildeten bildeten zwei ebenfalls ansehnliche junge Schwarztiger des gleichen Züchters.

Unsere nächste Bezirkssonderschau findet am 10/11.11. 2018 in Florstadt-Leidhecken statt.

 

Guido Wolf/Obmann Gruppe Mitte